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Fahrradcodierung


Fahrraddiebstahl erschweren - Fahrrad wiederfinden

Bei der Codierung wird in den Fahrradrahmen eine Zahlen- und Buchstabenkombination graviert oder es wird auf dem Rahmen ein stark haftendes Etikett angebracht. Beides enthält in verschlüsselter Form Ort, Straße, Hausnummer und Initialen des Fahrradeigentümers.
Die ADFC-Fahrradcodierung basiert auf dem von der Polizei in Bergisch-Gladbach (NRW) bereits im Jahr 1993 entwickelten EIN-Codierverfahren. EIN = Eigentümer- Identifizierungs-Nummer.
Dieses Verfahren wurde zwischenzeitlich (1996) auch von der Ständigen Konferenz der Innenminister der Länder als geeignetes Mittel zur Bekämpfung von Fahrrad- diebstählen empfohlen.
Die herstellerseitig meist eingeschlagene Rahmennummer ist zur Identifizierung ungeeignet. Jeder Hersteller verwendet sein eigenes System. Durch die vielen - vor allem asiatischen - Importe von Fahrradrahmen wird es noch unübersichtlicher:
es gibt unzählige Dubletten. Diese Nummern sind häufig an ungünstigen Stellen wie unter dem Tretlager angebracht, wo sie oft kaum zu entziffern sind. Der ADFC-Kreisverband Hof codiert derzeit ausschließlich mit speziellen Klebeetiketten.
 

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Dabei werden Etiketten verwendet, die besonders gegen unbefugtes Ablösen gesichert sind. Die Codierung wird an gut sichtbaren Stellen angebracht. Polizei und Fahrradhändler achten besonders auf diese Stellen, ein Überkleben des Codes durch den Dieb fällt dadurch schnell auf. Oft werden Fahrräder einfach nach dem Diebstahl stehen gelassen. Fundämter oder Polizei können dann anhand der Codierung den Eigentümer jedoch schnell ausfindig machen und informieren.

Vorteile der Codierung

Mit der Codierung personenbezogener Daten sind Fahrräder eindeutig dem Eigentümer zuzuordnen. Die Codierung schreckt potentielle Diebe ab; nachweislich steigt deren Hemmschwelle. Ein Weiterverkauf des gestohlenen Rades wird erschwert - ohne Eigentumsnachweis sinkt der Verkaufswert erheblich. Aufgrund des personenbezogenen Codes laufen Diebe Gefahr, identifiziert zu werden. Nach einem Diebstahl kann der Code leicht hergeleitet werden und steht damit dem Eigentümer des Fahrrads für eine Anzeige bei der Polizei zur Verfügung. Einfachere Aufklärung von Fahrraddiebstählen durch die Polizei aufgrund des personenbezogenen Codes. Polizeikontrollen können schnell und ohne großen Aufwand durchgeführt werden. Auch Fundämter und Vereine des ADFC können anhand der Codierung den Eigentümer ausfindig machen. Eine Registrierung des Codes in einer zentralen Datenbank ist nicht erforderlich. Das Fahrrad selbst fungiert durch den Code als rollende Datenbank. Wegen dem geringeren Diebstahlrisiko gewähren einige Versicherer auf die Diebstahlversicherung einen Prämiennachlass.

Der Code

wird gebildet aus der von den Kfz-Kennzeichen bekannten Buchstabenfolge für den Land- bzw. Stadtkreis, dem Wohnort, der Straße und der Hausnummer sowie den Initialen des Namens und dem Jahr der Codierung.

Beispiel einer Etikettencodierung für ein Rad eines Eigentümers aus Hof

Was tun bei Umzug oder Verkauf des Rades?

Umzug: Wer als Besitzer eines codierten Rades umzieht, sollte darauf achten, dass sein früherer Wohnsitz nachgewiesen werden kann, z. B. durch eine Meldebescheinigung. So kann bei einer Polizeikontrolle weiterhin das Eigentum an dem betreffenden Rad bewiesen werden. Unter Vorlage des Personalausweises und der Meldebescheinigung besteht die Möglichkeit, einen neuen Code anbringen zu lassen.
 
Verkauf: Wird ein codiertes Fahrrad verkauft, so muss der Käufer auf einer schriftlichen Bestätigung des Verkäufers bestehen, auf der Name und Adresse des Verkäufers sowie Fahrradmarke und -modell enthalten sind. Außerdem sollte er sich den Originalkaufvertrag aushändigen lassen. Ebenfalls empfehlenswert ist die Nachprüfung des Codes auf Übereinstimmung mit den Verkäuferdaten, um den Kauf eines gestohlenen Rades zu vermeiden. Der Käufer kann unter Vorlage des Originalkaufvertrages bzw. des Gebrauchtrad-Kaufvertrages und seines Personalausweises einen neuen Code anbringen lassen.

Wertsachencodierung

Der bei der Codierung eines Fahrrades erstellte Code kann auch für andere Wertgegenstände (z.B. Kunstgegenstände, Sportgeräte, Kameras, Handys usw.) verwendet werden. Damit sind diese Gegenstände bei einem möglichen Verlust dem Eigentümer zuzuordnen. Das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) empfiehlt deshalb in seinem Merkblatt „Kennen Sie Ihre Werte?“ ausdrücklich, möglichst viele Wertgegenstände mit der sogenannten EIN-Codierung zu versehen.

Kosten

Die Codierung eines Rades kostet 8,-- €, für Familien unabhängig von der Anzahl der Räder 20,-- €. ADFC-Mitglieder zahlen jeweils den halben Preis.

Termine

Diese entnehmen Sie bitte der Hompage des ADFC Hof (www.adfc-hof.de) bzw. der örtlichen Presse.